Bundesliga: Schaaf nimmt Arbeit bei Hannover 96 auf

Thomas Schaaf soll den Bundesligisten Hannover 96 vor dem Abstieg retten. Er ersetzt Michael Frontzeck, der nach einer Negativserie vom Cheftrainerposten zurückgetreten war.

Trotz klirrender Kälte ist Thomas Schaaf pünktlich am ersten Arbeitstag zum Training mit den Spielern von Hannover 96 angetreten. Nach der schlechtesten Hinserie des Vereins seit dem Wiederaufstieg steht der niedersächsische Erstligist zurzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz und ist dort akut abstiegsgefährdet. Schaafs Vorgänger Michael Frontzeck hatte in 17 Spielen der laufenden Saison nur 14 Punkte geholt. Dieser Ausgangslage ist sich der neue Coach natürlich bewusst, gab sich am Montag aber verhalten optimistisch.

„Ja, ich glaube, dass es sehr interessant ist, diese Aufgabe zu übernehmen, weil es ist sicherlich keine leichte Situation. Sie haben es eben schon angesprochen. Die Punkte sind jetzt nicht reichhaltig. Man ist in einer schwierigen Situation. Auf der anderen Seite glaube ich aber auch, dass wir es schaffen können, dass wir diese Situation bewältigen können.“

Und für diese Aufgabe sei er nicht unbedingt der schlechteste Kandidat.

„Es wird nicht von Anfang an alles klappen, es wird sicherlich das eine oder andere auch ein bisschen holperig sein. Aber ich glaube, ich habe die nötige Geduld. Ich habe, glaube ich, auch schon so eine Situation schon einmal erlebt. Und ich glaube, da habe ich auch die Nerven dafür, die Sachen richtig anzugehen.“

Dieser Mann mit Nerven soll Hannover 96 nun also den Klassenerhalt sichern. Eine Aufgabe, die er bereits von seiner Zeit in Bremen kennt. Kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 1999 rettete Schaaf Werder vor dem drohenden Abstieg. Gemeinsam mit Manager Klaus Allofs formte er anschließend eine Spitzenmannschaft. Zum Ende seines Wirkens in Bremen ging es jedoch wieder bergab. Schaaf verließ Werder 2013, danach trainierte er zeitweilig Eintracht Frankfurt. Bei Hannover 96 steht er zunächst bis 2017 unter Vertrag.

Video-Source: Reuters
Fotos: Reuters