Zahlreiche Tote bei Explosion nach Pop-Konzert in Manchester

In Manchester sterben laut Polizei mindestens 19 Menschen, etwa 50 werden verletzt.

Viele Tote in Manchester: Bei einer Explosion nach einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande in Manchester sind zahlreiche Menschen getötet und etwa 50 verletzt worden. Die britische Polizei erklärte in der Nacht zum Dienstag per Twitter, der Vorfall werde zunächst wie ein Terror-Akt behandelt, bis weitere Erkenntnisse vorlägen. Die britische Premierministerin Theresa May drückte den Opfern ihr Mitgefühl aus. Auch der Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn äußerte sich in diesem Sinne. Zeugen zufolge waren unter den Konzertbesuchern zahlreiche Kinder und Jugendliche.

Für Dienstag wurde eine Sondersitzung des Sicherheitsrats einberufen. Sollte es sich tatsächlich um einen Anschlag handeln, wäre es der folgenschwerste Angriff in Großbritannien seit Juli 2005, als vier Selbstmordattentäter in der Londoner U-Bahn 52 Menschen töteten.

Anhänger der Extremistenmiliz Islamischer Staat feierten den Vorfall in sozialen Netzwerken im Internet. Die Miliz hat sich bislang nicht zu der Explosion bekannt.

Die Polizei rief die Bevölkerung dazu auf, die Gegend um die Arena zu meiden. Die Bahnstation, die sich unmittelbar neben der Arena befindet, bleibt nach Angaben der Bahngesellschaft den ganzen Dienstag gesperrt. Einem Sprecher von Grande zufolge war die 23-jährige Sängerin wohlauf. Die Sängerin ist besonders bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Über Twitter erklärte sie, sie sei „gebrochen“.