Wladimir Klitschko will’s noch mal wissen

Klitschko wird am Samstag gegen den Briten Anthony Joshua vor 90.000 Zuschauer im Wembley-Stadion um den WM-Titel im Schwergewicht boxen.

Der Countdown läuft für den immerhin schon 41-jährigen ukrainischen Boxprofi Wladimir Klitschko. In der Woche vor dem Kampf gab es ein letztes öffentliches und medienwirksames Training in London und die Leute kamen, um Dr. Steelhammer persönlich zu sehen. Am Samstag wird er dann im Wembley Stadion vor rund 90.000 Zuschauern gegen den 27-jährigen IBF-Schwergewichts-Weltmeister Anthony Joshua antreten. Klitschkos klares Ziel ist es, den WM-Titel zurückzuerobern. Der ehemalige Weltmeister im Schwergewicht nach Version der IBF, WBO, WBA und IBO am Donnerstag auf der Pressekonferenz mit seinen Erwartungen an den Fight:

„Können sie sich meinen nächsten Gegner überhaupt genau vorstellen? Anthony Joshua. Ich werde gegen einen Typen kämpfen, dessen Alter genau die Anzahl meiner Jahre im Boxsport entspricht: 27 Jahre. Kannst du dir das vorstellen? Es ist eine ziemlich erstaunliche Tatsache. Ist es schlecht für mich, dass ich der Herausforderer und Underdog in diesem Kampf bin, obwohl ich seit 27 Jahren diesen Sport ausgeübt habe? Ich denke nicht. Ich denke, es ist ein großartiges Zeichen. Ich bin wieder ein Herausforderer. Ich fühle mich jung, hungrig, demütig und total besessen von meiner Idee und meinem Ziel, meine Hände wieder als Sieger des bevorstehenden Kampfes in Richtung Himmel heben zu dürfen.“

Klitschkos Gegner ist 1,98 Meter groß und gilt als der neue Superstar im Schwergewichtsboxen. Er ist Sohn nigerianischer Eltern und hat bisher 18 Kämpfe bestritten, die er alle durch K.O. gewonnen hat. Sein größter Erfolg bisher war die Olympia-Goldmedaille im Super-Schwergewicht 2012. Der 27-jährige Anthony Joshua nimmt die Herausforderung durch Klitschko gerne an:

„Kein Problem, lasst uns das schaukeln. Egal gegen wen ich kämpfe, ich genieße es einfach. Ich nehme jede Gelegenheit wahr, und ich denke, es ist ein Fehler, wenn man etwas unversucht lässt. Daher gehe ich immer alles ohne Zweifel an. Mein Körper zittert nicht vor Angst. Aber ich unterschätze auch niemanden. Und mit dieser Art habe ich eine gewisse Distanz und konzentriere mich voll auf’s Training und wie ich mich im Ring und außerhalb des Rings verhalten muss.“

Interessant ist noch, dass Klitschko seinen Gegner bereits mal als Sparringspartner kennengelernt hatte. Der aktuelle WM-Kampf steigt also am Samstag in London. Und neben dem Schwergewichts-Titel des IBF-Boxverbands geht es auch um den vakanten Titel der WBA. Und eins ist schon jetzt sicher: Mit 90.000 Zuschauern im Wembley-Stadion wird es die größte Boxveranstaltung in Großbritannien seit über 75 Jahren werden.