Am späten Mittwoch ist US-Präsident Donald Trump in Polen gelandet. Wohl nicht zufällig suchte er sich als Startpunkt für seinen Europa-Besuch vor dem G20-Treffen nicht Paris, London oder Berlin aus, sondern Warschau und die dortige rechtspopulistische und euroskeptische Regierung.

In erster Linie geht es Polen und den anderen Ländern der Region um amerikanische Gaslieferungen, mit denen sie ihre Abhängigkeit von russischen Einfuhren verringern wollen. Die USA und Polen bekannten sich am Donnerstag zu einem Ausbau ihrer Erdgas-Geschäfte. Nach einem Gespräch mit seinem polnischen Kollegen Andrzej Duda, sagte Trump, er hoffe, dass viele weitere Lieferungen von Flüssiggas aus den USA in dem europäischen Land ankommen werden.

Mit Blick auf Nordkorea forderte der US-Präsident einen internationalen Schulterschluss.

O-Ton: „Es ist eine Schande, dass sich Nordkorea so benimmt, aber sie benehmen sich auf eine sehr, sehr gefährliche Art. Und etwas muss geschehen.“

Die USA dächten über „ernsthafte Dinge“ nach, „rote Linien“ ziehe er nicht.

O-Ton: „Wir werden in den kommenden Wochen und Monaten genau beobachten, was mit Blick auf Nordkorea passiert.“

Trump besuchte auch eine Konferenz von zwölf osteuropäischen Regierungschefs, was dieses Treffen der „Drei-Meeres-Initiative“ vom Baltikum bis zum Balkan erheblich aufwertete.

Im Laufe des Donnerstags reist Trump nach Hamburg weiter, wo für den Abend ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgesehen war. Der zweitägige G20-Gipfel beginnt offiziell am Freitag.

Warschau: Donald Trump besucht Polen