Wahl-O-Mat in Berlin präsentiert

Willkommen bei der Vorstellung des Wahl-O-Mats am Mittwoch in den Räumen der Bundespressekonferenz in Berlin. Gekommen waren zahlreiche Spitzenpolitiker, um selbst mal dieses moderne Hilfsmittel für die Suche nach der richtigen Partei auszuprobieren. Der Wissenschaftliche Betreuer des Wahl-O-Mat, Stephan Marschall, mit Hintergründen zu diesem Programm, das von einem 26-köpfigen Redaktionsteam mit Inhalt gefüllt wurde:

„Also wir rechnen damit, dass sehr, sehr viele Millionen Menschen den Wahl-O-Mat nutzen werden. Beim letzten Mal, bei der letzten Bundestagswahl, waren es 13,2 Millionen Nutzungen. Wir gehen davon aus, dass man vielleicht so an die 15 Millionen gehen kann, was die Nutzung betrifft. Man geht einfach auf die Seite www.wahlomat.de und schwupp, ist man da und kann das Tool nutzen.“

Gesagt, getan. Hier die experimentierfreudigen Politiker und ihre Ergebnisse. CDU-Generalsekretär Peter Tauber mit seiner Einordnung:

„Da tauchen natürlich Fragen auf, die auch aufbauen auf den letzten Jahren. Und ich habe immer gesagt, wir haben in der großen Koalition gemeinsam gute Arbeit geleistet und daraus ergibt sich sicherlich auch die eine oder andere Schnittmenge. Unabhängig davon ist es auch eine Stärke der demokratischen Parteien in Deutschland, dass wir eben Schnittmengen haben, und das ist auch gut so.“

Auch der Politische Geschäftsführer der Grünen, Michael Kellner zeigte sich überraschenderweise gerade wegen seiner nicht 100-prozentigen Übereinstimmung ganz zufrieden:

„Also, alles mit 100 Prozent würde ich schon, also das wäre dann die völlige Selbstaufgabe im Parteisoldatentum. Deswegen bin ich froh, dass auch eine kleine Restabweichung da ist.“

Tja, so gesehen könnte dem Grünen Kellner der SPD Generalsekretär Hubertus Heil wohl etwas suspekt vorkommen. Denn nach seinem Auftritt am Wahl-O-Mat durfte der sich über den Titel „Mister Hundert Prozent“ freuen:

„Dass es inhaltliche Schnittmengen auch mit den Grünen gibt, das leugnen wir ja überhaupt nicht an der Stelle, aber es ist auch nicht so weit auseinander. Aber wichtig ist, dass man erst mal für seine eigene Überzeugung kämpft, und ich kämpfe für 100 Prozent SPD. Nicht bei der Wahl als Ergebnis, aber für die Inhalte der SPD, damit die SPD so stark wie möglich wird. Und wer dann mit uns koalieren will, muss dann auf uns zukommen mit unseren Inhalten.“

Der Test mit 38 Fragen dauert rund 30 Minuten.

Und er könnte vor der anstehenden Bundestagswahl am 24. September besonders interessant werden.

Denn Umfragen zufolge sind noch über 40 Prozent der Wähler unentschlossen.