VW und Zulieferer streiten weiter

Durch den Lieferstreit wird die Produktion in sechs VW-Werken in Mitleidenschaft gezogen. Fast 30.000 Beschäftigte können nicht wie gewohnt arbeiten.

Bei Volkswagen in Emden läuft die Fertigung noch. Allerdings mit starken Einschränkungen. Seit Donnerstag befinden sich allein hier rund 7.500 Beschäftigte in Kurzarbeit. Insgesamt steht die Produktion in sechs deutschen VW-Werken teilweise still. Wegen eines Streits liefern zwei Firmen an VW bestimmte Bauteile nicht mehr.

Die Börsianer zeigten von dem Produktionsausfall zunächst unbeeindruckt. Die VW-Aktie startete fast unverändert in die neue Woche. Arthur Brunner, Direktor der ICF Kursmakler AG.

„Anscheinend ist man von den Märkten überzeugt, dass sich VW mit den Zulieferern doch einigen wird. Auch die Regierung von Niedersachsen macht Druck, droht eventuell ein Zwangsgeld an. Ich glaube, es wird in dieser Woche zu einer Einigung kommen.“

Wenn nicht, könnte der Machtkampf zwischen VW und den Zulieferern den Konzern teuer zu stehen kommen. Nach Meinung von Auto-Experten könnten VW Gewinneinbußen in Millionen-Höhe drohen.

Video-Source: Reuters
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