Vogelgrippe: Frankreich lässt Tausende Enten keulen

Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in Frankreich sind im Südwesten des Landes tausende Enten gekeult worden. Wie hier in Latrille bei Pau hatte sich der Virus H5N8 in den vergangenen Monaten schnell ausgebreitet. Arbeiter in Schutzkleidung brachten die Tiere am Freitag in mit Kohlendioxid gefüllte Container, um sie zu ersticken. In den Departements Gers, Landes und Hautes-Pyrenees sollen bis zum 20. Januar alle freilaufenden Enten und Gänse getötet werden.

Ein Sprecher des französischen Landwirtschaftsministeriums, Bruno Ferreira, betonte am Freitag, dass alles getan werde, um die Krankheit einzudämmen: „Dieser Virus tritt bei Geflügel sehr aggressiv auf, die Symptome zeigen sich schnell, sie greifen das Nervensystem an, die Tiere zeigen starke Entzündungssymptome. Wir müssen also schnell handeln in diesem Rennen gegen den Virus. Um den Lebenszyklus des Virus zu durchbrechen, müssen wir den Wirt ausschalten, damit sich der Virus nicht verbreiten kann. Das ist also unsere Strategie und wir hoffen, dass sie so schnell wie möglich greift, auch um die Zahl der Tiere zu verringern, die gekeult werden müssen. Wir haben im Moment leider keine andere Lösung.“

In der betroffenen Gegend sind viele Unternehmen ansässig, die Gänse- und Entenleberpastete produzieren. Insgesamt sollen im Südwesten Frankreichs rund 800.000 Tiere getötet werden.