Video zeigt bombardiertes Krankenhaus von „Ärzte ohne Grenzen“ in Jemen

Ruinen in der Stadt Saada im Norden Jemens. Kaum vorstellbar, dass hier vor wenigen Tagen noch ein Krankenhaus der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ stand. Am Montag wurde das Viertel Heedan angegriffen. Dabei wurde das Krankenhaus fast vollständig zerstört. Mehrere Menschen wurden verletzt.

„Es war das einzige Krankenhaus, in dem man sich in der ganzen Umgebung behandeln lassen konnte.“

Der Präsident von „Ärzte ohne Grenzen“ in Paris, Meguerditch Terzian, schließt auf die Verantwortlichen nach dem Ausschlussprinzip.

„Nach dem Beginn des letzten Konflikts sind nur die Streitkräfte der saudi-arabischen Koalition in der Lage, solche Angriffe zu organisieren. Die anderen Beteiligten haben keine Flugzeuge über Jemen. Ich habe keinen Zweifel daran, dass es die Streitkräfte der Koalition waren, die unser Krankenhaus zerbombt haben.“

Saudi-Arabien weist die Vorwürfe unterdessen zurück.

Die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ leistet in Krisengebieten auf der ganzen Welt medizinische Hilfe. Immer wieder werden der Helfer und die Einrichtungen aber selbst Ziel der Angriffe.