Verkehrschaos nach Sturm „Xavier“

Auch am Freitag waren noch viele Bahnstrecken im Norden und Osten des Landes unterbrochen.

Lange Schlangen am Freitagvormittag im Hauptbahnhof von Hannover. Nach dem Durchzug des Sturms „Xavier“ sind im Norden und Osten Deutschlands noch immer zahlreiche Bahnstrecken unterbrochen. Dazu zählten am Freitagmorgen unter anderem die Verbindungen zwischen Berlin und Hamburg sowie Hannover. Viele Reisende waren am Donnerstag gestrandet und suchten jetzt nach Möglichkeiten, an ihr Ziel zu kommen:

„Also ich bin aus München gekommen. Der Zug hat dann, der eigentlich nach Hamburg fahren wollte, in Kassel geendet. Da habe ich dann die Nacht verbracht in einem Aufenthaltszug und jetzt würde ich eigentlich gerne weiter nach Hamburg fahren, aber hier von Hannover, wo ich mittlerweile bis hin gekommen bin, geht es leider auch nicht weiter.“

„Wir sind in Hannover-Messe gestrandet und mussten 16 Stunden im Zug verbringen und jetzt wollen wir nur noch nach Hause. (NACHFRAGE JOURNALIST: WIE WAR DIE NACHT?) Ehrlich gesagt, beschissen.“

Während der Nacht waren nach Angaben der Bahn Hunderte Mitarbeiter mit Reparaturzügen im Dauereinsatz, um die blockierten Strecken von umgestürzten Bäumen freizuräumen und Oberleitungen zu reparieren. Dennoch waren die Auswirkungen des Sturms auch auf den Zugverkehr in Berlin enorm. Zahlreiche Züge fielen aus. Im Berliner Hauptbahnhof versuchten Reisende, an Informationen zu ihrer Weiterfahrt zu kommen.

Neben dem Fernverkehr war auch der Nahverkehr stark betroffen. In Berlin und Brandenburg kam es im gesamten S-Bahnnetz zu massiven Behinderungen.

Der Sturm hatte am Donnerstag im Norden und Osten des Landes für erhebliche Schäden gesorgt. Mindestens sieben Menschen kamen ums Leben.