USA – Mexiko: Der Wolf, der Trump und die Mauer

Die geplante Abriegelung der Grenze zwischen den USA und Mexiko könnte den Bestand des Mexikanischen Wolfs weiter gefährden.

Diese lebhaften Wolfswelpen im Zoo von Mexiko Stadt sind die Hoffnung ihrer Spezies.

Der mexikanische Wolf gilt als gefährdet. Einst waren die Raubtiere im gesamten Gebiet zwischen Zentralmexiko und dem US-Bundesstaat Arizona verbreitet. Ihr Interesse an Weidevieh allerdings wurde den Wölfen zum Verhängnis. Wie sein nordamerikanischer Verwandter wurde der mexikanische Wolf bejagt, die Zahlen fielen dramatisch.

Ein Vorhaben der US-Regierung könnte die in noch Freiheit lebenden Wölfe weiter einschränken, weiß Claudia Lewy, Zoodirektorin in Mexiko Stadt.

„Wanderer wie der Wolf interessieren sich nicht für politische Grenzen. Ihr Lebensraum ist groß und muss ohne Barrieren bleiben. Eine Mauer zwischen den USA und Mexiko würde den Bewegungsradius stören, der genetische Austausch zwischen den Populationen auf beiden Seiten der Grenze wäre unterbunden, mit ernsthaften Folgen.“

Sollte US-Präsident Donald Trump ernst machen und die Grenze zu Mexiko mit einer Mauer abriegeln, könnte das den genetischen Pool der Wölfe verkleinern und damit den Fortbestand der Art gefährden.

Ein speziell aufgelegtes Zuchtprogramm der drei Zoos in Mexikos Hauptstadt und anderen in den USA soll das Aussterben der Mexikanischen Wölfe verhindern.

Der neuste Zuwachs kam im April zur Welt. Der Wurf ist groß, die Geburt von sieben Welpen auf einmal gilt als eher ungewöhnlich. Die zwei Männchen und fünf Weibchen sollen in Zukunft selbst für Nachwuchs und damit für das Überleben ihrer Art sorgen.