US-Whistleblowerin Manning wieder auf freiem Fuß

Der frühere US-Präsident Barack Obama hatte die Haftstrafe kurz vor dem Ende seiner Amtszeit um 28 Jahren gekürzt.

Nach siebenjähriger Haft ist die wegen Geheimnisverrats verurteilte WikiLeaks-Informantin Chelsea Manning vorzeitig wieder auf freiem Fuß. Sie verließ am Mittwoch das Militärgefängnis in Fort Leavenworth im US-Bundesstaat Kansas, wie die Armee bestätigte. Der frühere US-Präsident Barack Obama hatte die Haftstrafe kurz vor dem Ende seiner Amtszeit um 28 Jahren verkürzt: Ursprünglich sollte Manning erst 2045 frei kommen.

Die 29-Jährige, die sich heute als Frau fühlt, wurde als Bradley Manning weltweit bekannt. Von 2007 an war Manning für die US-Streitkräfte im Irak stationiert. Im Jahr 2010 gab Manning zahlreiche geheime Dokumente an die Enthüllungsplattform WikiLeaks weiter. Im Prozess gab Manning die Taten zu.

Republikaner im Kongress hatten die vorzeitige Entlassung als gefährlichen Präzedenzfall für andere Geheimnisverräter kritisiert. Obama sagte damals, die Freilassung Mannings solle kein solches Signal senden. Er habe die Entscheidung auch deswegen getroffen, weil sich Manning vor Gericht gestellt, Verantwortung für ihr Vergehen übernommen und eine unverhältnismäßig hohe Strafe erhalten habe.