US-Wahlkampf: FBI legt Email-Affäre von Hillary Clinton zu den Akten

Zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl in den USA hat die US-Bundespolizei FBI die demokratische Kandidatin Hillary Clinton entlastet. Am Sonntagabend erklärte FBI-Chef James Comey, auch die Prüfung von neu aufgetauchten Emails der demokratischen Kandidatin ergäben keine Anhaltspunkte für eine Anklage. Der republikanische Kandidat Donald Trump sagte, Clinton werde von einem – Zitat – „manipulierten System“ geschützt.

DONALD TRUMP, US-PRÄSIDENTSCHAFTSKANDIDAT DER REPUBLIKANER:

„Die breite Masse der FBI-Agenten wird sie nicht davon kommen lassen mit ihren schrecklichen Verbrechen, dem Löschen von 33.000 Emails nach der Kongressvorladung eingeschlossen. Das vergessen die immer. Sie wird von einem manipulierten System geschützt, einem unglaublich manipulierten System, das sage ich ja schon lange. Man kann 650.000 neue Emails nicht in acht Tagen durchsehen, das geht nicht Leute.“

Clinton kommentierte die Äußerungen des FBI-Chefs nicht, appellierte aber an die unentschlossenen Wähler.

HILLARY CLINTON, US-PRÄSIDENTSCHAFTSKANDIDAT DER DEMOKRATEN:

„Wenn eure Kinder und Enkel fragen, was ihr 2016 gemacht habt, als es um alles ging, dann hoffe ich, dass ihr sagen könnt: Ihr habt für ein besseres, stärkeres und gerechteres America gestimmt. Ein America, in dem wir Brücken bauen und keine Mauern. Ein America, in dem wir zeigen, dass Liebe den Hass übertrumpft.“

Ende Oktober hatte sich das FBI überraschend in den Wahlkampf eingemischt und mitgeteilt, man habe weitere Emails von Clinton gefunden. Der früheren Außenministerin wird vorgeworfen, ihre Korrespondenz gesetzeswidrig auf einem privaten Server gespeichert zu haben. Durch die Affäre hat Trump in den Umfragen aufgeholt und liegt zwei Tage vor der Wahl nur knapp hinter Clinton.

Video-Source: Reuters
Fotos: Reuters