US-Kandidat Trump fordert Einreise-Stopp für alle Muslime

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat wegen des Massakers von Kalifornien ein Einreiseverbot für alle Muslime gefordert und damit Empörung ausgelöst.

„Donald J. Trump fordert ein totales und vollständiges Einreiseverbot für Muslime in die Vereinigten Staaten. Und zwar solange, bis die Verantwortlichen herausgefunden haben, was zum Teufel los ist. Wir haben keine Wahl“

Diese Erklärung, die der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump am Montag vor einem jubelnden Publikum verlas, hat heftige Reaktionen ausgelöst.

Trump sprach von einem „für jeden offensichtlichen Hass“ unter Muslimen auf Amerikaner, der „jenseits aller Vorstellungskraft“ liege. Bis klar sei, wie auf das Problem reagiert werden solle, „kann unser Land nicht das Opfer von furchtbaren Angriffen von Menschen werden, die nur an den Dschihad glauben und keine Vernunft oder Respekt vor Menschenleben kennen“, sagte Trump.

Trumps innerparteilichen Rivalen für die Nominierung des Präsidentschaftskandidaten gingen auf Distanz.

„Donald Trump ist verwirrt“, erklärte Jeb Bush über Twitter. Auch Lindsey Graham erklärte, die Forderung sei geradezu gefährlich.

Auch im kalifornischen San Bernardino, wo zwei offenbar von islamistischen Extremisten inspirierte Täter 14 Menschen erschossen hatten, gab es kritische Worte zu Trumps Vorstoß.