US-Gesundheitsbehörde: Schimpansen werden nicht mehr in Tierversuchen verwendet

Schimpansen werden nicht mehr von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde „National Institutes of Health“ in Tierversuchen verwendet und bekommen ein neues zu Hause.

Nach Jahrzehnten, in denen Schimpansen für unterschiedliche Tierversuche herhalten mussten, hat die US-amerikanische Gesundheitsbehörde endgültig beschlossen, dass diese Art der Tierversuche nicht mehr notwendig und zeitgemäß ist.

Dr. Francis Collins, Chef des National Institutes of Health erklärt die Hintergründe: „Viele von den Dingen, die wir mit Schimpansen erforscht haben, können wir nun auf anderen Wegen herausfinden, die wohl auch zuverlässiger sind, um eine Vorhersage zu machen, was im menschlichen Körper passieren könnte.“

Die Entscheidung, dass nun auch die letzten Schimpansen in Rente gehen durften, wurde auch dadurch beeinflusst, dass die Tiere vor kurzem als gefährdete Art eingestuft wurden.

Aber ein vollkommendes Ende der Tierversuche gibt es nicht, wie Collins betont: „Dies darf jetzt nicht so interpretiert werden, dass wir völlig mit Tierversuchen aufhören. Tierversuche sind entscheidend für Fortschritte, die es Menschen möglich gemacht haben, ein langes und gesundes Leben zu führen.“

Die Behörde hatte Hunderte Tiere in ihrem Besitz. Doch nun ist für diese Schimpansen ihr Job in den Laboren beendet und es dürfen auch die Letzten ihre Sachen packen und langsam ausziehen.

So wie diese hier, die ihre neue Bleib in einem Schimpansen-Gehege in Louisiana gefunden haben.