Uruguay startet Cannabis-Verkauf in der Apotheke

Registrierte Konsumenten können bis zu 40 Gramm Marihuana pro Monat erwerben. Ein Fünf-Gramm-Päckchen kostet umgerechnet knapp sechs Euro.

Vor dieser Apotheke in Montevideo, der Hauptstadt von Uruguay, herrscht großer Andrang. In dem südamerikanischen Land ist seit Mittwoch der direkte Verkauf von Cannabis an Konsumenten erlaubt. Als Pionier der Legalisierung von Marihuana hatte Uruguay bereits 2013 den Anbau und Konsum zu Entspannungszwecken genehmigt. Die Umsetzung des Gesetzes verlief allerdings schleppend.

Nun können in Uruguay alle Bürger über 18 Jahre Cannabis kaufen – vorausgesetzt sie haben sich vorher registrieren lassen. Ausweisen müssen sich die Konsumenten per Fingerabdruck. 5000 Menschen in Uruguay sind bereits registriert, zum Beispiel dieser Mann.

„Ich habe mich vor allem entschieden, in der Apotheke zu kaufen, weil ich zu Hause keinen Platz habe, Gras anzubauen. Und wenn ich einem Klub beitreten würde, bekäme ich im Monat 40 Gramm, so viele konsumiere ich aber gar nicht.“

40 Gramm pro Monat sind auch die Obergrenze für den Verkauf in der Apotheke. Erhältlich sind die Marken: Alfa 1 und Beta 1. Die Fünf-Gramm-Packung ist für umgerechnet knapp sechs Euro zu haben.

Produktion und Handel sind nach Angaben der uruguayischen Regierung streng überwacht. Das soll den Verkauf von Cannabis an nicht Einheimische oder den Weiterverkauf ins Ausland verhindern.