Unwetter in Deutschland

Für diese Autofahrer in Rostock war in der Nacht zu Freitag nicht mehr an Weiterfahren zu Denken.

Kräftiger Starkregen hatte die Straßen komplett unter Wasser gesetzt, vor allem Unterführungen und Tunnel liefen voll.

Übermütige, die trotzdem versuchten mit ihrem Fahrzeug ans Ziel zu kommen, blieben häufig stecken und mussten von den Einsatzkräften gerettet werden.

So wie hier in Nordrhein-Westfalen wurden bei den schweren Unwettern in Deutschland Bäume entwurzelt und Fahrzeuge beschädigt. Dieser Autofahrer kam mit dem Schrecken davon.

„Es fing an, als ich losgefahren bin, fing es erst einmal an ein bisschen zu regnen. Dann kamen kleinere Hagelkörner. Aber je weiter ich fuhr, da kamen dann die ganz großen Hagelkörner. Ich bin dann langsamer gefahren, habe dann auf meine Gegenfahrbahn geachtet, was der Gegenfahrer macht, weil man konnte gar nichts mehr sehen. Und urplötzlich ist dann ein Baum auf meine Auto gefallen.“

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Dauereinsatz, um die Sturmschäden zu beseitigen. In Niedersachsen sollen nach Medienberichten zwei Menschen während des Unwetters gestorben sein.

Für die Bewohner des Dorfes Wormeln im Landkreis Höxter in Nordrhein-Westfalen hieß es in der Nacht Schlamm schaufeln. Der starke Regen hatte die Erde von den umliegenden Felder abgetragen und ins Dorf gespült.

Und das schon zum wiederholten Male.

„Was wir heute Nachmittag erlebt haben, das war die Hölle hier wieder. Es ist das fünfte Mal, dass das Wasser hier runterläuft von den Feldern. Es ist einfach nur Schlamm und Lehm auf den Straßen.“

In Hannover musste ein Guns-N‘-Roses-Konzert unterbrochen werden. Die Band spielte vor 70.000 Zuschauern später die Show zu Ende.

Massive Beeinträchtigungen gab es an mehreren Orten im Zugverkehr. Züge wurden gestrichen, weil Bäume die Gleise blockierten. Zahlreiche Menschen strandeten in Bahnhöfen. Die Bahn stellte Züge mit Schlafwagen als Notunterkünfte bereit. Andere Reisende kamen in Hotels unter oder setzen ihre Reise mit anderen Verkehrsmitteln fort.