Unruhen in Kenia nach Wiederwahl Kenyattas

An vielen Ort waren junge Menschen auf die Straßen gezogen, nachdem Uhuru Kenyatta offiziell zum Sieger der Präsidentenwahl ausgerufen worden war.

Bei Protesten gegen die Wiederwahl von Kenias Präsident Uhuru Kenyatta sind mehrere Menschen getötet worden. In einem Slum in Nairobi sei ein kleines Mädchen durch eine verirrte Polizeikugel ums Leben gekommen, sagte ein Augenzeuge am Samstag. Das Kind habe sich auf einem Balkon aufgehalten, als die Polizei mit vereinzelten Schüssen versucht habe, Demonstranten auseinanderzutreiben. In dem Armenviertel waren junge Männer auf die Straßen gezogen, nachdem Kenyatta offiziell zum Sieger der Präsidentenwahl ausgerufen worden war. Auch in anderen Orten kam es zu Protesten, darunter im westlichen Kisumu, einer Hochburg von Kenyattas Herausforderer Raila Odinga. Dort wurde nach Angaben eines Regierungsvertreters ein Mann getötet.

Odinga hatte zuvor über Wahlmanipulationen geklagt. Seine Partei bezeichnete das Ergebnis der Abstimmung vom Dienstag als Farce. Die zentrale kenianische Wahlbeobachtungsorganisation Elog wies die Vorwürfe am Samstag zurück. Sie habe keine Belege für vorsätzliche Manipulationen gefunden. Auch internationale Beobachter waren zu der Einschätzung gelangt, dass die Wahl ohne Unregelmäßigkeiten ablief.