UN-Sicherheitsrat verschärft Sanktionen gegen Nordkorea

Das Gremium entschied am Samstag auf Antrag der USA einstimmig, der Regierung in Pjöngjang die Ausfuhr von Kohle, Eisen, Blei und Fisch zu verbieten.

Der UN-Sicherheitsrat hat wegen der jüngsten Raketentests neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Das Gremium entschied am Samstag auf Antrag der USA einstimmig, der Regierung in Pjöngjang die Ausfuhr von Kohle, Eisen, Blei und Fisch zu verbieten. So sollen die Exporteinnahmen von bisher drei Milliarden Dollar jährlich um ein Drittel gekappt werden. US-Präsident Donald Trump begrüßte die Entscheidung. Die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, sagte, mit dem Beschluss habe man das Problem allerdings noch nicht gelöst. Weitere Maßnahmen müssten folgen. China warnte Nordkorea vor einer weiteren Eskalation, ermahnte aber auch die USA, zu einer Entspannung beizutragen.

Trotz des einstimmigen Votums wurden am Samstag erneut Differenzen zwischen China und den USA deutlich: Der chinesische UN-Botschafter forderte von den Regierungen in Washington und Seoul, das in Südkorea stationierte US-Raketenabwehrsystem Thaad abzuziehen. Dieses trage nicht zur Lösung des Konfliktes bei. Russland schloss sich dieser Forderung an.

Gegen Nordkorea gibt es wegen der Raketen- und Atomprogramme bereits seit 2006 UN-Sanktionen. Zuletzt erprobte das abgeschottete Land im Juli zwei Interkontinentalraketen, was international auf Kritik stieß. Die zuletzt getestete Rakete hätte Experten zufolge auch die US-Westküste erreichen können.