May über Brexit: EU-Bürger sollen inGrossbritannien bleiben dürfen

Die britische Premierministerin Theresa May will EU-Bürger wegen des Brexits nicht zum Wegzug aus dem Königreich zwingen. Das hat May ihren 27 EU-Kollegen in Brüssel in Aussicht gestellt. Dort findet derzeit der Gipfel der EU-Mitgliedsstaaten statt.

Nach Angaben hochrangiger britischer Regierungsvertreter soll jedem EU-Bürger, der am Tag des Austritts in Großbritannien lebt, die Möglichkeit gegeben werden seinen Status zu klären.

„Keiner wird gehen müssen, Familien werden nicht auseinandergerissen“, so May am Freitagmorgen. „Das ist ein faires und ernst gemeintes Angebot. Ich will den EU-Bürgern im Vereinigten Königreich Sicherheit für ihre Zukunft geben. Diese Sicherheit muss umgekehrt aber auch für alle britischen Staatsbürger gelten, die in de EU leben.“

May legte den Angaben zufolge ihren EU-Kollegen insgesamt fünf Leitlinien für den Umgang mit den Rechten von britischen und EU-Bürgern im jeweils anderen Hoheitsgebiet dar.

Wegen des militärischen Konfliktes in der Ukraine verlängerte die EU am Donnerstag ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland um weitere sechs Monate.

Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatten die anderen Staats- und Regierungschefs über den Stand der Dinge und die jüngsten Entwicklungen zur Umsetzung der Minsker Friedensvereinbarungen unterrichtet. Zuletzt erklärte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel, dass es dabei keine Fortschritte gebe, um die Sanktionen zu lockern.

Diese wurden 2014 nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und dem Aufstand prorussischer Separatisten in der Ostukraine verhängt und nun bis 2018 verlängert.