Trump verschärft Kurs gegen Kuba

Der Tourismus in Kuba boomt – vor allem bei Amerikanern ist das einst verpönte Reiseziel beliebt, seit der frühere US-Präsident Barack Obama Beschränkungen gegen das sozialistische Land gelockert hat. Doch das könnte sich bald ändern. Obamas Nachfolger Donald Trump will wieder einen härteren Kurs gegen Kuba fahren.

Die US-Reisevorschriften für die Insel sollten verschärft und Geschäfte von Unternehmen mit Kuba eingeschränkt werden, sagten Vetreter des Präsidialamts am Donnerstag. Trump werde das Vorhaben am Freitag bei einer Rede in Miami vorstellen.

Der Betreiber dieser Bar in Havanna hat ein ungutes Gefühl.

„85 Prozent unserer Kunden sind Amerikaner“, sagt Yuri Barroso. „Wegen ihrer Macht nennt man sie ja oft die „Könige der Welt“. Wenn Mr. Trump nun entscheidet, die Zahl der Besucher zu reduzieren, wird das Chaos auslösen, denn wir leben ja vom Tourismus und vor allem von den Amerikanern.“

Die Schließung der Botschaft sei jedoch nicht vorgesehen, auch nicht die Rücknahme bereits bestehender Geschäftsbeziehungen, hieß es aus dem US-Präsidialamt. Trump werde das Vorhaben damit begründen, dass die unter Obama begonnene Lockerung nicht zu mehr politischen Freiheiten auf Kuba geführt hätten.