Trump stoppt „Dreamer“-Schutzprogramm für Kinder illegaler Einwanderer

Proteste vor dem Weißen Haus am Dienstag in Washington: Denn US-Präsident Donald Trump hat ein Programm zum Schutz von Kindern illegaler Einwanderer gekippt. Das von Trumps Vorgänger Barack Obama per Dekret eingeführte Verfahren bewahrt bisher knapp 800.000 junge Erwachsene vor der Ausweisung, die als Kinder illegal in die USA gekommen sind. Trump hob diese Regelung am Dienstag auf und gab dem Kongress sechs Monate Zeit, um über das weitere Verfahren zu entscheiden. Der Schritt dürfte die Bevölkerung mit lateinamerikanischen Wurzeln noch stärker gegen Trump aufbringen. Denn von dem Programm „Deferred Action for Childhood Arrivals“ („DACA“) profitieren vor allem Mexikaner und Bürger anderer lateinamerikanischer Länder. Die DACA-Schützlinge werden in den USA auch „Dreamer“ genannt.

Die Regierung erklärte, niemand unter dem DACA-Programm sei vor dem 5. März von der Neuregelung betroffen. Bis dahin soll der Kongress entscheiden. Dort haben Trumps Republikaner zwar beide Kammern unter ihrer Kontrolle, sind sich aber gerade in Einwanderungsfragen uneins.