Trump schliesst Milliarden-Rüstungsdeal in Saudi-Arabien

Der US-Präsident hat zum Auftakt seiner ersten Auslandsreise mehrere Industrieverträge unter Dach und Fach gebracht.

Ein Tanz mit dem Gastgeber. Donald Trump genießt auf seiner ersten Auslandsreise als US-Präsident in Saudi-Arabien einen freundlichen Empfang. Für den 70-Jährigen dürfte es eine willkommene Abwechslung inmitten der politischen Turbulenzen zu Hause in Washington sein. Die Russland-Affäre überschattet Trumps Reise in den Nahen Osten und nach Europa.

Saudi-Arabien ist ein traditioneller Verbündeter der USA. Am ersten Tag seines Besuchs brachte Trump milliardenschwere Industrieverträge unter Dach und Fach. Allein 110 Milliarden Dollar schwer ist nach Angaben der US-Regierung ein Rüstungspaket. Das ist mehr als das Doppelte des deutschen Wehretats. Insgesamt dürften in der Hauptstadt Riad Verträge im Wert von 350 Milliarden Dollar geschlossen worden sein, sagte Außenminister Rex Tillerson.

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa protestierten am Samstag tausende Huthi-Anhänger gegen Trumps Besuch in Saudi-Arabien. Eine von Saudi-Arabien geführte Koalition kämpft im Jemen seit 2015 gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen.

Saudi-Arabien ist auch Teil der Anti-IS-Koalition im Irak und Syrien. Das Königreich, dem immer wieder Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, war von 2012 bis 2016 laut Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts weltweit der zweitgrößte Importeur von Waffen, nach Indien.