Trump kritisiert US-Justizminister in Russland-Affäre

Die „New York Times“ zitierte den US-Präsidenten, Jeff Sessions hätte sich niemals für befangen erklären dürfen.

US-Präsident Donald Trump hat seinen Justizminister Jeff Sessions wegen dessen Haltung in der Russland-Affäre scharf kritisiert. Sessions hätte sich niemals für befangen erklären und von dem Fall zurückziehen sollen, zitierte die „New York Times“ Trump am Mittwoch. Zumindest hätte Sessions ihn darüber informieren sollen, bevor er den Ministerposten angenommen habe. „Dann hätte ich jemand anderen ausgesucht“, so Trump.

Ein Sprecher Sessions‘ lehnte eine Stellungnahme zu dem Interview ab. Der Minister hatte im März erklärt, er werde sich aus den Ermittlungen rund um mutmaßliche Russland-Kontakte des Trump-Teams während des Präsidentschaftswahlkampfes heraushalten. Zuvor war herausgekommen, dass Sessions bei seiner Bestätigungsanhörung im Kongress nicht angegeben hatte, dass er vergangenes Jahr den Botschafter Russlands traf. Kürzlich kursierten Medienberichte, wonach Sessions Trump seinen Rücktritt angeboten haben soll. Die Russland-Affäre belastet Trump seit Monaten und schürt Bedenken, dass sie seine Handlungsfähigkeit einschränkt. In der kommenden Woche sollen sich Trumps ältester Sohn sowie der Schwiegersohn im Senat zur Russland-Affäre äußern.