Theresa May wird neue Premierministerin von Großbritannien

Sobald das 1922-Parteikomitee May zur Parteivorsitzenden ernennt, ist die 59-Jährige automatisch auch neue Premierministerin.
Die britische Innenministerin Theresa May wird neue Vorsitzende der konservativen Partei und damit automatisch auch die neue Premierministerin von Großbritannien. Bei einer Rede in Birmingham steckte die designierte Premierministerin die Eckpunkte ihrer Politik ab. Das Land müsse wieder für alle etwas bieten und nicht nur für wenige Privilegierte.

THERESA MAY, BRITISCHE PREMIERMINISTERIN IN SPE:

„Wir müssen die Wirtschaft reformieren, damit mehr Menschen am Wohlstand des Landes teilhaben. Wir müssen den Menschen wieder die Kontrolle über ihr Leben zurückgeben und mehr Möglichkeiten. Und wir müssen eine klare Kante zeigen, wenn sich Großunternehmen unverantwortlich verhalten.“

Unternehmen wie Google oder Amazon hätten eine Verantwortung ihre Steuern zu zahlen. May sagte auch, die Freizügigkeit müsse wieder eingeschränkt werden. Hoffnungen, das Land werde doch irgendwie in der EU bleiben, erteilte May eine Absage:

THERESA MAY, BRITISCHE PREMIERMINISTERIN IN SPE:

„Brexit heißt Brexit und wir werden ihn in eine Erfolgsgeschichte verwandeln. Es wird keine Versuche geben in der EU zu bleiben. Es wird keine Versuche geben, durch eine Hintertür wieder beizutreten oder ein zweites Referendum. Das Land hat dafür gestimmt die Europäische Union zu verlassen und ich werde mich darum kümmern, dass wir das auch tun.“

Am Montagvormittag hatte sich ihre Mitbewerberin um das Amt Andrea Leadsom aus dem Rennen zurückgezogen. Sie habe nicht genug Unterstützung, um eine starke und stabile Regierung zu führen, sagte die Energie-Staatssekretärin.

Ursprünglich war vorgesehen, dass der bisherige Premier David Cameron die Geschäfte noch bis September weiterführt und sie erst dann an einen Nachfolger übergibt. So wie es jetzt aussieht könnte das bereits sehr viel früher geschehen. Theresa May wäre die erste Premierministerin seit Margaret Thatcher.

Video-Source: Reuters
Fotos: Reuters