Syrien-Konflikt: Spannungen nachAbschuss durch US-Jet

Erstmals im Krieg um Syrien war am Sonntag ein syrisches Kampfflugzeug von einem US-Kampfjet abgeschossen worden, hier Archivbilder. Das geschah in der Region der umkämpften Stadt Rakka. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, für die Aktion verantwortlich zu sein.

Die US-Militärführung zeigt sich bemüht, im Streit mit Russland nach diesem erstmaligen eigenen Abschuss eines syrischen Kampfjets eine gewisse Entspannung zu erreichen. Generalstabschef Joseph Dunford kündigte am Montag an, in Richtung einer Wiederaufnahme der als Reaktion darauf von Russland gekappten Kontakte zu arbeiten. Diese sollen zur Vermeidung von Zwischenfällen im syrischen Luftraum dienen.

Als Reaktion auf den Abschuss des Kampfflugzeugs durch einen US-Jet hatte die russische Regierung diese Kontakte ausgesetzt und von einem „Akt der Aggression“ gesprochen. Außenminister Sergej Lavrov sagte in Peking:

O-Ton: „Wir rufen die USA und all Anderen auf, die dort in Syrien Streitkräfte oder Berater haben, dass unsere Arbeit koordiniert bleibt. Die Zonen der De-Eskalation sind eine der möglichen Varianten für gemeinsamen Fortschritt im Kampf gegen die Extremistenmiliz IS. Wir rufen alle auf, einseitige Aktionen zu vermeiden. Und damit – ich wiederhole das – die Souveränität Syriens zu respektieren, sich unseren Anstrengungen anzuschließen, die mit der syrischen Regierung abgestimmt sind.“

Die russische Regierung kündigte zudem an, künftig alle Objekte im russischen Einsatzgebiet über Syrien als Ziele zu betrachten.

Das US-Militär hatte erklärt, der syrische Kampfjet habe von den USA unterstützte Rebellen bombardiert, die in der Region gegen IS-Truppen gekämpft hätten. Die syrische Regierung bestritt dies und erklärte, der Jet habe IS-Ziele attackiert.