Mexiko: Suche nach Erdbebenopfern läuft an

Nach dem schweren Beben in Mexiko sind immer mehr Tote zu beklagen.

Fieberhaft suchen sie in den Trümmern dieses Schulgebäudes in Mexiko Stadt nach Überlebenden. Hunderte Helfer beteiligten sich nach dem schweren Erdbeben am Dienstag an der Suche nach vermissten Grundschülern. 22 tote Kinder haben die Behörden bis jetzt bestätigt.

Die Angehörigen sind verzweifelt: „Sie haben uns nur gesagt, wir sollen in die Krankenhäuser in Leichenhallen gehen, um unsere Angehörigen zu identifizieren. Aber wir waren da, und da gab es keine Informationen über unsere Angehörigen.“

Auch an anderen Orten in Mexiko steigt die Opferzahl weiter an. Inzwischen sind es Hunderte Tote, teilte die Zivilschutzbehörde mit. Es wird befürchtet dass die Zahl noch steigt. Durch das Beben der Stärke 7,1 wurden auch Wohnblöcke, eine Fabrik und ein Supermarkt zerstört. Millionen Haushalte waren ohne Strom.

Staatspräsident Enrique Peña Nieto sprach seinen Landsleuten Mut zu: „Ich möchte denen mein Beileid aussprechen, die Familienmitglieder und Freunde verloren haben. Mexiko teilt Ihren Schmerz. Derzeit haben Teile von Mexiko Stadt und von Morelos keinen Strom. Wir haben bereits Teams der Elektrizitätswerke losgeschickt, um die Stromversorgung schnell wieder herzustellen. Außerdem wurden Unterkünfte eingerichtet, für die, die sie brauchen. Es ist wichtig, die Einsätze der Rettungskräfte zu unterstützen. Sie helfen den Leuten. Wenn es sicher ist, sollten die Menschen Zuhause bleiben.“

Erst vor knapp zwei Wochen hatte die Erde in Mexiko heftig gebebt. Dabei starben mindestens 98 Menschen.