Sturmtief „Xavier“ fegt über Norden und Osten des Landes

In Hamburg soll es wegen des Sturms mindestens einen Toten gegeben haben.

Dauereinsatz für die Feuerwehr am Donnerstag in Hamburg. Sturmtief „Xavier“ hatte am frühen Nachmittag die Hansestadt erreicht und viele Bäume im Stadtgebiet umgerissen.

Mindestens ein Autofahrer wurde von einem umfallenden Baum getötet. Die Einsatzkräfte rückten zu mehreren Hundert Einsätzen aus.

Es gab mehrere Verletzte. Glück im Unglück hatte eine Frau in Eidelstedt, deren Auto von einem umfallenden Baum komplett zerstört wurde.

Die Feuerwehr konnte sie aus ihrem Fahrzeug befreien, sagte der Einsatzleiter der Hamburger Feuerwehr, Helge Handorf:

„Die Frau ist jetzt augenscheinlich, sie hat im Lendenwirbelbereich Schmerzen. Gut, die ärztlichen Untersuchungen müssen das jetzt ergeben. Aber hat aus unserer Sicht wirklich Glück gehabt.“

Andere Autofahrer kamen mit dem Schrecken davon. Auf vielen Straßen und auch Gleisen lagen Bäume, Äste oder andere Gegenstände.

Die Hamburger Feuerwehr forderte die Bevölkerung auf, nicht rauszugehen.

Wegen des Sturms hat die Deutsche Bahn den Zugverkehr in Norddeutschland komplett eingestellt. Bis zum Nachmittag seien bereits so viele Gleise von umgestürzten Bäumen blockiert gewesen, das ein durchgehender Zugverkehr unmöglich geworden war, hieß es. Auch der Fernverkehr auf den Strecken Berlin-Hannover und Berlin-Hamburg wurde eingestellt. Auf offener Strecke befindliche Züge versuchen, noch den nächsten Bahnhof zu erreichen.

Während in Hamburg und Niedersachsen mit den Aufräumarbeiten begonnen wurden, zog der Sturm in die östlichen Bundesländer weiter. In Berlin wurde der S-Bahn-Verkehr komplett eingestellt.