SPD will nach Wahlschlappe in die Opposition gehen

Lange Gesichter bei der SPD auf der Wahlparty im Willy-Brandt-Haus in Berlin. Nach den ersten Hochrechnungen rutschen die Sozialdemokraten unter 21 Prozent.

Das ist das schlechteste Wahlergebnis der SPD in der Nachkriegsgeschichte.

Eine herbe Niederlage, auch für den SPD-Spitzenkandidaten und SPD-Vorsitzenden Martin Schulz.

Reaktionen aus dem Willy-Brandt-Haus: SPD-Anhänger

Schon eine halbe Stunde nach den ersten Prognosen ging Schulz an die Öffentlichkeit und sprach von einer bitteren Niederlage.

Schulz kündigte an, dass die Sozialdemokraten nun in die Opposition gehen wollen und nicht mehr für eine Große Koalition zur Verfügung zu stehen.

„Die bisherige Große Koalition hat bei dieser Wahl deutlich an Zustimmung verloren. Es gibt parlamentarische Mehrheiten – das zeigen die Hochrechnungen – jenseits des bisherigen Regierungsbündnisses. Angela Merkel hat in den vergangenen Wochen ihre Präferenz für ein Bündnis aus Union, FDP und Grünen zu Erkennen gegeben. Zu dieser Regierung steht die SPD in Opposition.“

Er wolle trotz der Wahlniederlage Parteivorsitzender der SPD bleiben, sagte Schulz.