Schulz – Verhaftung von Akhanli Teil einer Säuberungswelle

Der SPD-Kanzlerkandidat fordert Schutz für Schriftsteller Dogan Akhanli.

SPD-KANZLERKANDIDAT MARTIN SCHULZ:

„Der türkische Staatspräsident Erdogan – im Rahmen seines paranoiden Gegenputsches, der seit einem Jahr läuft – greift jetzt auch Bürger unseres Landes auf dem Territorium von Mitgliedsstaaten der Europäischen Union an. Das, was jetzt abläuft, ist nach meiner Einschätzung ein Teil einer Säuberungswelle, die Herr Erdogan in Gang gesetzt hat, gegen die wir uns wehren müssen. Ich glaube, dass Herr Akhanli allen Schutz bekommen wird und bekommen muss.“

„Ich bin fest davon überzeugt, dass es keinen Sinn macht, in der aktuellen Situation mit der Türkei noch weiter über die Zollunion zu verhandeln. Das, was Herr Erdogan macht, ist eine systemische Grenzüberschreitung. Er testet jeden Tag, wie weit er die Bundesrepublik und auch andere Länder – wir hatten in der vergangenen Woche einen Fall eines schwedischen Staatsbürgers, der vergleichbar ein Opfer der Erdoganschen Vorgehensweise wurde – in jeder Woche wird getestet, wie weit man gehen kann. Das Bittere daran ist, das hat innenpolitische Gründe in der Türkei, isoliert aber die Türkei international. Damit schadet Herr Erdogan seinem eigenen Volk.“