Russland-Affäre überschattet Trumps erste Auslandsreise

Der US-Präsident ist auf einer Reise in den Nahen Osten und nach Europa unterwegs. Am Freitag wurde bekannt, dass der von Trump geschasste FBI-Chef Comey vor einem Senatsausschusses aussagen will.

Donald Trump ist am Samstagmorgen in Saudi-Arabien eingetroffen. Es ist seine erste Auslandsreise als US-Präsident. Weitere Stationen sind Israel, Rom, Brüssel und Sizilien. Eigentlich sollte Trump die Reise in den Nahen Osten und nach Europa eine Atempause verschaffen. Doch der Besuch wird von neuen Berichten über die Russland-Affäre überschattet.

Die „New York Times“ berief sich am Freitag auf eine Zusammenfassung einer Begegnung, die Trump mit russischen Vertretern hatte. „Ich habe gerade den FBI-Chef gefeuert. Er war verrückt, ein Spinner“, sagte der Präsident demnach bei dem Gespräch. Er habe wegen Russland unter großem Druck gestanden, der sei jetzt weg. Trump hatte sich einen Tag nach dem Rauswurf Comeys mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und dem Botschafter in Washington getroffen.

Unterdessen wurde bekannt, dass der geschasste FBI-Chef in einer öffentlichen Anhörung eines Senatsausschusses Rede und Antwort stehen wird. Ein genaues Datum stand zunächst nicht fest.

Trump hatte Comey in der vergangenen Woche überraschend entlassen. Der Präsident und seine Mitarbeiter haben widersprüchliche Angaben zum Grund für den Rauswurf gemacht.

Comey leitete die Ermittlungen zu einer mutmaßlichen Beeinflussung der Präsidentenwahl durch Russland. Zudem geht es in dem Verfahren um die Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Vertretern der Regierung in Moskau. Trump hat die Vorwürfe zurückgewiesen.