Roaming-Gebühren in der EU: Ab 15. Juni surfen und telefonieren Sie ohne Zusatzkosten

Ein Foto vom Römer Trevi-Brunnen – von unterwegs mal schnell an seine Liebsten schicken. Ab dem 15. Juni können das viele Mobilfunknutzer in EU-Ländern ohne zusätzliche Roaming-Gebühren. Wer im EU-Ausland unterwegs ist, soll für Anrufe, SMS und Datenverbrauch den gleichen Preis wie im Inland bezahlen.

„Ja, ich finde es super, dass das endlich vorbei ist, die Zeit, also, das war ja totaler Quatsch.“

„Dann muss man nicht immer irgendwie Internet irgendwo suchen zum Beispiel, sondern, ja, man zahlt eben einmal dafür und dann gilt das ja für die EU, glaube ich. Und, genau, also ich finde das praktisch.“

„Das finde ich ganz gut, die ganze Sache. Wird ja auch langsam Zeit, dass Gebühren im Ausland auch wegfallen. Das find ich in Ordnung.“

Ursprünglich wollte die EU-Kommission ein Verbot der Roaming-Gebühren bereits Ende 2015, war damit aber am Widerstand mehrerer EU-Länder gescheitert. Nach zähen Verhandlungen kam es dann doch zu einer Einigung. Die Leiterin des Teams Digitales und Medien, der Bundesverbraucherzentrale LINA EHRIG zeigte sich mit der Regelung zufrieden. Sieht aber auch ein paar Schwachpunkte.

„Die betreffen einfach Tarife, die sehr hohes Datenvolumen zum Beispiel haben für einen günstigen Preis, da müssen die Verbraucherinnen und Verbraucher genau gucken, ob das Datenvolumen nicht limitiert wird durch die Anbieter, die se Möglichkeit gibt es.“

Dauerhaft die SIM-Karte eines günstigeren Anbieters aus dem Ausland verwenden, können Verbraucher übrigens nicht. Nach 4 Monaten kann der Mobilfunkanbieter prüfen, ob der Kunde tatsächlich in dem Land wohnt, dessen SIM-Karte er oder sie nutzt.