Rettungsaktion in Köln: Seilbahn-Unglück am Rhein geht glimpflich aus

Es waren dramatische Bilder am Sonntagnachmittag in Köln. Eine Gondel der Seilbahn, die über den Rhein führt, hatte sich verkeilt. Da ein Großteil der Kabinen über dem Fluss festhing, mussten zahlreiche Fahrgäste aus großer Höhe abgeseilt werden. Andere Passagiere wurden über Drehleitern vom Ufer oder von der nahegelegenen Zoobrücke aus ihrer misslichen Lage gerettet.

Während der Rettungsarbeiten wurde die Schifffahrt unterbrochen. Nach Angaben der Stadt Köln hatte die verkeilte Gondel beim Einfahren in die Bodenstation einen Notstopp ausgelöst. Der Sprecher der Kölner Feuerwehr, Christian Heinrich:

„Ein weiterer Fahrbetrieb von vornherein auseschlossen seitens des Betreibers. Das war nicht möglich. Es waren 32 Gondeln insgesamt in der Bahn. Wir sind anfangs von gut 100 Betroffenen ausgegangen, haben nach jetzigem Stand 60 Personen gerettet.“

Ingesamt wurden 65 Menschen aus den Gondeln geholt. Verletzte soll es nicht gegeben haben. Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, wird noch untersucht.

Ein Seil habe sich aus noch nicht geklärten Gründen um eine der Fahrerkabinen gewickelt und den Stillstand verursacht, hieß es in einer Mitteilung der Kölner Verkehrsbetriebe.

Ein Gutachter sei bestellt worden. Die Seilbahn bleibt zunächst außer Betrieb.