IS reklamiert Manchester-Anschlag für sich

Die britische Polizei bestätigte unterdessen, dass im Zusammenhang mit dem Selbstmordanschlag auf die Besucher eines Popkonzerts eine Festnahme gegeben hat.

Schweigeminute bei Manchester United im Gedenken an die Anschlagsopfer von Manchester. Die Nachricht von dem Selbstmordanschlag in der Stadt überschattete die Vorbereitungen für das Europa-League-Finale gegen Ajax Amsterdam am Mittwoch in Stockholm. Jeder bei Manchester United sei von den Ereignissen der letzten Nacht in der Manchester Arena tief erschüttert, hieß es in einer Mitteilung des Clubs.

Bei dem Anschlag auf die Besucher eines Popkonzerts waren mindestens 22 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Das Konzert wurde vor allem von Jungendlichen besucht. Einige der Verletzten schweben in Lebensgefahr.

Der Attentäter habe einen am Körper getragenen Sprengsatz gezündet, sagte der Polizeichef von Manchester, Ian Hopkins.

Premierministerin Theresa May sagte, die Polizei kenne die Identität des Täters. Noch sei aber unklar, ob er Helfer bei der Vorbereitung der Tat gehabt habe.

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Anschlag in Manchester. „Einer unserer Soldaten des Kalifats konnte einen Sprengsatz inmitten einer Ansammlung von Kreuzfahrern in Manchester platzieren“, hieß es in einer Erklärung unter Anspielung auf die historischen Kreuzzüge.

Die britische Polizei bestätigte, dass sie im Zusammenhang mit dem Anschlag eine Person festgenommen habe. Dabei soll es sich um einen 23-jährigen Mann aus Manchester handeln.

Die Lage in Manchester blieb am Dienstag angespannt. Ein Einkaufzentrum in der Stadt wurde vorübergehend evakuiert, nachdem Besucher von einem lauten Knall berichtet hatten. Viele Menschen rannten aus dem Gebäude. Kurze Zeit später wurde das Center wieder freigegeben.

Auch Königin Elizabeth II. äußerte sich zum dem Selbstmordanschlag. Die ganze Nation sei über die vielen getöteten und verletzten Menschen schockiert, sagte die Monarchin.