Razzia gegen S-Bahn-Schläger: Hier werden drei Verdächtige abgeführt

Seit 6 Uhr durchsuchte die Bundespolizei berlinweit Wohnungen. Sie fahndete nach sechs syrischen Tatverdächtigen, die zwei Männer im März an der Jannowitzbrücke krankenhausreif geprügelt hatten. Drei wurden gefasst.

Nach dem Angriff auf zwei Männer Anfang März am S-Bahnhof Jannowitzbrücke hat die Bundespolizei am Dienstagmorgen sechs Wohnungen durchsucht. Tatverdächtig seien sechs junge Männer zwischen 17 und 23 Jahren, wie die Bundespolizei auf Twitter mitteilte. Die Tatverdächtigen sollen aus Syrien stammen.

Wie die Bundespolizei bekannt gab, sind bereits drei der gesuchten Männer verhaftet worden. Einer ist 17, zwei sind 18 Jahre alt. Sie wurden in Wedding, Britz und Mariendorf gefasst. Der 18-Jährige, der in Wedding festgenommen wurde, soll sich nach B.Z.-Informationen selbst gestellt haben.

Laut dem Sprecher handelt es sich dabei um Intensivtäter, die wegen diverser Delikte polizeibekannt sind. Durchsucht wurden Wohnungen in Neukölln, Wilmersdorf, Wedding, Tempelhof, Lichtenberg und Kreuzberg.)

Inzwischen sind die Durchsuchungen abgeschlossen worden. Etliche Beweismittel seien sichergestellt worden, hieß es laut Bundespolizei.

Die jungen Männer haben den Ermittlungen zufolge am 4. März einen 29- und 31-Jährigen brutal attackiert und verletzt. Die beiden waren zuvor in einer S-Bahn zwischen Alexanderplatz und Jannowitzbrücke einer Frau zur Hilfe gekommen, die von den Tatverdächtigen beleidigt worden war.

Als die beiden Männer am Bahnhof Jannowitzbrücke ausstiegen, fielen die Täter über sie her und prügelten sie zu Boden. Danach traten die Verdächtigen weiter auf ihre Opfer ein.

Die Bundespolizei gab bereits am 28. April eine Fahndung nach einem der Tatverdächtigen aus.

Video-Source: B.Z./Speepicture
Fotos: B.Z./Speepicture/Polizei