Putin weist 755 US-Diplomaten aus Russland aus

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Sonntag bekannt gegeben, dass 755 US-Diplomaten das Land bis zum 1. September verlassen müssen. Er ging damit noch über die Ankündigung des Moskauer Außenministeriums vom Freitag hinaus, dass 455 US-Mitarbeiter ausgewiesen würden. Zugleich behielt sich Putin weitere Vergeltungsmaßnahmen für die Zukunft vor. Er kritisierte, dass die US-Sanktionen die Beziehungen zwischen Russland und den USA weiter verschlechtern würden.

Der amerikanische Vize-Präsident Mike Pence verteidigte die Sanktionen.

„Der Präsident hat deutlich gemacht, dass die destabilisierenden Ativitäten Russland und seine Unterstützung für Schurkenstaaten nicht akzeptabel sind. Er hat deutlich gemacht, dass der Präsident die Sanktionen des Kongresses der Vereinigten Staaten von Amerika in Kraft setzen wird.“

Putin betonte aber zugleich, dass auch in der „gegenwärtig schwierigen Lage“ die Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten in einigen Bereichen fortgesetzt werde und positive Ergebnisse bringe. Als Beispiel nannte er die Einigung auf eine Waffenruhe in Teilen Syriens.

US-Präsident Donald Trump hatte Ende der vergangenen Woche signalisiert, dass er die verschärften Sanktionen mittragen wolle. Trump steht massiv wegen Vorwürfen unter Druck, im Wahlkampf von russischer Hilfe profitiert zu haben.