Proteste gegen ersten Castor-Transport per Schiff

Am Neckar ist einiges in Bewegung.

Castoren und kein Ende – es soll der erste Atommülltransport per Schiff in Deutschland werden: Atomkraftgegner haben am Montag am Neckar gegen diesen geplanten Castortransport per Schiff protestiert. In Gundelsheim hielten die Demonstranten eine Mahnwache ab. Sie warfen dem Energiekonzern ENBW vor, eine unsichere und gefährliche Transportvariante für den Atommüll gewählt zu haben, wie Sprecher Joachen Stay vom Bündnis „Neckar – Castorfrei“ sagte:

O-Ton: „Na, jeder Transport bringt Gefahren. Die ENBW hat behauptet, dieses Schiff sei unsinkbar. Das kennen wir ja aus der Geschichte unsinkbarer Schiffe. Wir haben recherchiert und diese Schubleister sind immer wieder auch in Unfälle verwickelt gewesen im Schiffsverkehr. Von daher, auch dieses Schiff kann sinken und Castor-Behälter im Neckar, das will man sich lieber nicht vorstellen.“

Ein Schubverband hatte am Montagmorgen Neckarwestheim in Richtung stillgelegtes Atomkraftwerk Obrigheim verlassen. Dort sollen am Dienstag Castorbehälter mit ausgedienten Brennelementen auf das Transportschiff verladen werden. Anschließend soll der Transport nach Neckarwestheim fahren. Auch bei diesem Transport planen Atomkraftgegner eine Mahnwache.