Polizei sieht sich gut für Kirchentag aufgestellt

Zum Kirchentag werden in der Hauptstadt Zehntausende Menschen erwartet, und auch das DFB-Pokalendspiel wird am Samstag viele Fans nach Berlin locken. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz.

uf Halbmast hängt der Union Jack an der britischen Botschaft am Dienstag, am Tag nach dem Anschlag von Manchester mit zahlreichen Toten und Verletzten. Nur wenige Meter von der Auslandsvertretung im Herzen Berlins entfernt, laufen rund um das Brandenburger Tor die Vorbereitungen für den 36. Evangelischen Kirchentag auf Hochtouren.

Zu dem alle zwei Jahre abgehaltenen Christentreffen werden zwischen Mittwoch und Sonntag mehr als Hunderttausend Teilnehmer erwartet. Einer von den drei Eröffnungsgottesdiensten findet vor dem Reichstagsgebäude statt. Auch Ex-US-Präsident Barack Obama soll als Redner bei einer Veranstaltung auftreten. Am Donnerstag diskutiert er vor dem Brandenburger Tor mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Thomas Neuendorf, Sprecher der Berliner Polizei, gab an, das eigene, umfangreiche Sicherheitskonzept bestehe trotz des Manchester-Attentats fort. Allerdings schaue man, ob in der Feinabstimmung noch etwas geändert werden müsse.

O-Ton: „Ja, arbeitsreiche Tage stehen für uns an. Wir haben uns natürlich gut vorbereitet. Wir wissen, dass die Terrorgefahr groß ist. Und deshalb haben wir ein Sicherheitskonzept gefahren, um hier eben alle denkbaren Szenarien abzusichern. Also das heißt, wir werden Betonpoller aufbauen. Und es gibt Taschenkontrollen und natürlich gibt es Kräfte, die im Umfeld auf verdächtige Gegenstände achten.“

Kameraüberwachung auf Plätzen solle der Polizei im Falle verdächtiger Umstände ein schnelles Eingreifen ermöglichen.

Zusätzlich zum Großereignis Kirchentag wird am Samstag noch das DFB-Pokalfinale zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt im Berliner Olympiastadion ausgetragen. Auch hier werden Zehntausende Fußballfans erwartet. Das Sicherheitskonzept sei ähnlich, aber als Faktor komme hinzu.

O-Ton: „Da ist für uns letztendlich auch die Aufgabe erst mal bedeutend, die Fans voneinander zu trennen. Wir haben die Dortmunder Fans, die wir so im Bereich des Breitscheidplatzes unterbringen wollen, und die Frankfurter, die eher in Richtung Alexanderplatz gehen sollen. Dann aber natürlich auf dem Weg zum Olympiastadion müssen wir schauen, dass wir die Fans getrennt halten.“