Polizei räumt linken Kiezladen in Berlin

Unter massiven Protesten hat die Berliner Polizei am Donnerstag damit begonnen, einen Treffpunkt der linken Szene in der Hauptstadt zu räumen.

Großeinsatz der Polizei am Donnerstagvormittag in Berlin. Im Stadtteil Neukölln sollte der Kiezladen „Friedel 54“ geräumt werden. Ein Symbol der linken Szene in der Hauptstadt.

Gegen den Polizeieinsatz gab es heftige Proteste. Mehrere Hundert Menschen versuchten, die Polizei am Betreten des Gebäudes zu hindern. Es kam zu Rangeleien die Polizei trug Demonstranten, die den Eingang zum Kiezladen blockierten, davon.

Thomas Neuendorf von der Berliner Polizei:

„Wir hatten hier vorher die Situation, dass etwa 150 Personen sich vor dem Gebäude aufgehalten haben. Wir haben sie mehrfach angesprochen und gebeten, den Bereich zu verlassen. Dem sind sie nachgekommen und deshalb mussten wir hier die Störer wegtragen, wegschieben. Und es kam zu einzelnen Widerstandshandlungen.“

Auch im Hinterhof und im Gebäude sollen die Beamten auf Widerstand gestoßen sein. Einige Menschen hätten sich angekettet oder einbetoniert hieß es.

Medienberichten zufolge kamen die Einsatzkräfte dann über das Nachbarhaus und den Hinterhof in das Gebäude. Der Gerichtsvollzieher habe nun Zutritt zum Haus, erklärte die Polizei auf Twitter.