Passion Schmerz: Bodyperformance-Kunst aus Berlin

Es tut schon beim Zusehen weh, wenn sich Charlyne Chiapone in der Öffentlichkeit ihrer Leidenschaft hingibt. Die Berlinerin ist Bodyperformence-Künstlerin. Sie lässt sich mit Nadeln und Nägeln stechen und dann daran aufhängen.

Ich habe eine starke Beziehung zu Schmerzen.
Schmerzen sind etwas Mächtiges.
Auf positive oder negative Weise.
Wenn man dem Schmerz die Kontrolle überlässt,
blockiert er dich.
Aber wenn man lernt, den Schmerz zu kontrollieren,
dann wird man sich stärker fühlen.
Krousky, du nimmst das Ankerseil
und wirfst es über das ‚Alexanderplatz‘-Schild.
Es geht nicht darum, Menschen zu schockieren.
Es geht darum zu zeigen, was der Körper aushält.
Geh rauf in die Luft,
mach deine Bilder,
komm runter
und hau ab.
So machen wir das.
Ich denke, jeder kann das machen.
Sie arbeitet als Piercerin und es ist logisch,
nach so vielen Jahren, diese Erfahrung zu machen.
Warum macht sie das? Weil sie leidenschaftlich ist.
Ich lebe einfach damit, schiebe es zur Seite
oder umarme es,
aber ich lasse den Schmerz nicht
die Kontrolle übernehmen.
Meine erste ‚Aufhängung‘ habe ich vor sieben
Jahren gemacht,
an einem Baum in einer Landschaft bei London.
Ich dachte, ich könnte alles in meinem Leben erreichen,
denn wenn ich das kann, dann kann ich alles.
Man muss es aus dem tiefsten Inneren wollen,
um das zu schaffen.
Dann wirst du es schaffen.