Party unterm Regenbogen

Sie feiern eine lang erwartete Entscheidung. Vor dem Bundeskanzleramt in Berlin haben mehrere Hundert Schwule und Lesben am Freitag trotz Regens die „Ehe für alle“ gefeiert. Zuvor hatten sie eine bunte Kundgebung abgehalten, auf der sie sich für die sogenannte Homo-Ehe einsetzten. Nun müsse der Kampf um komplette Gleichberechtigung weitergehen, so die einhellige Meinung.

„Es bedeutet einfach, dass wir ein Stück näher dran sind an der Gleichberechtigung, an gleiche Rechte. Wir sind noch nicht ganz da, aber wir sind schon mal ein Schritt näher dran“, sagt Bryan Stecken. Eine Teilnehmerin, die sich „Weiße Dame“ nennt, ergänzt: „Zuckerschnecken, das ist erst der Anfang. Das ist heute ein großes Symbol für die Gleichberechtigung. Und das ist ein Zeichen für das ganze Land.“

„Deutschland kann heute wirklich feiern. und es geht nicht nur um die gleichgeschlechtlichen Paare, es geht auch um ihre Familien, ihre Freunde und ganz viele Menschen, die sich heute mit ihnen freuen glaube ich. Also, ganz Deutschland hat heute gewonnen“, so Sören Landmann.

Nach jahrzehntelanger Debatte hat der Bundestag am Freitag die Gleichstellung homosexueller Paare bei der Ehe beschlossen. Zuvor hatte eine emotionale Debatte stattgefunden. Bisher dürfen sich Homosexuelle in eine Lebenspartnerschaft eintragen lassen.