Olympia 2016: Deutsche Fußballer scheitern knapp an Brasilien

Der Jubel in Rio kannte am Samstagabend keine Grenzen mehr.

Die brasilianischen Fußballer haben in einem spannenden olympischen Final-Krimi gegen Deutschland gewonnen.

Das Spiel fand im legendären Maracana Stadion statt, in dem die deutsche Nationalmannschaft bei der WM vor zwei Jahren, also 2014, noch Weltmeister geworden war, nachdem sie zuvor die Brasilianer mit 7:1 gedemütigt hatten.

Den großen Unterschied in dieser Partie vom Samstag machte der brasilianische Star Neymar.

Er schoss nicht nur das Führungstor seines Teams, sondern auch den entscheidenden Elfmeter nach Ende der Nachspielzeit.

Der Deutsche Nils Petersen, der seinen Elfer verschoss, äußerte sich nach der Partie zu der Niederlage so:

„Ja gut, ich meine, im ersten Moment ist Schmerz immer da, wenn man die Möglichkeit hatte, Gold zu holen. Aber jetzt müssen wir das so akzeptieren und hinnehmen. Und heute tut es etwas weh, aber der Stolz über die Medaille ist trotzdem da.“

Auch Trainer Horst Hrubesch schlug nach dem Spiel versöhnliche Töne an.

Im Großen und Ganzen hatte man ja nicht Gold verloren sondern eher Silber gewonnen:

„Ja gut, klar, wenn es so knapp dran ist und du kriegst da am Ende nur Silber, das ist schon klar. Aber, Nein, wir müssen eigentlich sagen, wenn uns das einer vorher gesagt hätte, dann hätten wir alles unterschrieben und hätten das genommen. Aber am Ende des Tages muss ich halt sagen, wenn man das Spiel heute gesehen hat und wie wir das ganze Turnier gespielt haben, also ich weiß nicht, was ich über die Mannschaft sagen soll.

Das war überragend. Das war bombastisch.“

Brasiliens Fußballer haben damit endlich die ersehnte erste Olympia-Goldmedaille geholt.

Nachdem das Team drei Mal – 1984, 1988 sowie 2012 – im Finale der Olympischen Spiele gescheitert war.

Video-Source: Reuters
Fotos: Reuters