Olympia 2016: Röhler holt erstes deutsches Speerwurf-Gold seit 44 Jahren

44 Jahre nach dem Gold-Coup von Klaus Wolfermann in München hat Deutschland endlich wieder einen Speerwurf-Olympiasieger. Thomas Röhler aus Jena kam am Samstag in Rio de Janeiro im fünften Durchgang auf 90,30 Meter und feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere.

Strahlend winkte der 24-Jährige nach seinem letzten Versuch ins Publikum und ließ sich auf einer Ehrenrunde mit der deutschen Fahne um die Schultern feiern. „Ich hatte schon beim Aufstehen ein super Gefühl. Es war ein super Jahr – das ist die Krönung”, sagte Röhler in der ARD.

„Es war ein schwieriger Wettkampf, der hinten raus super funktioniert hat”, sagte er. Röhler war als Weltjahresbester mit 91,28 Metern angereist, jagte aber lange der Führungsweite (88,24 Meter) von Julius Yego nach. Sein Rivale aus Kenia hatte Pech: Er zog sich mit den eigenen Spikes eine Risswunde an der Wade zu und konnte den Wettkampf nicht beenden, musste sich am Ende mit Silber zufriedengeben. Bronze gewann vier Jahre nach seinem Olympiasieg in London Keshorn Walcott aus Trinidad und Tobago mit 85,38 Metern.

Die beiden anderen deutschen Mitfavoriten verpassten Edelmetall: Johannes Vetter aus Offenburg wurde mit 85,32 Metern Vierter, der Mainzer Julian Weber mit nur 81,36 Metern Neunter.-Olympiasieger geworden.