Nordkorea plant trotz UN-Protest weitere Raketentests

Der Sicherheitsrat hatte den jüngsten Raketentest verurteilt und Nordkorea aufgefordert, die Spannungen in der Region abzubauen.
Der UN-Sicherheitsrat hat den jüngsten Raketentest Nordkoreas verurteilt. In einer Erklärung der 15 Länder des Gremiums hieß es am Dienstabend, Nordkorea solle Maßnahmen ergreifen, um die Spannungen in der Region abzubauen. Es müsse eine friedliche und politische Lösung des Konflikts geben.

Nordkorea verteidigte unterdessen den Raketentest und kündigte weitere Maßnahmen gegen die USA an. Die amtliche Nachrichtenagentur zitierte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, sein Land habe lediglich auf die gemeinsamen Militärübungen Südkoreas und der USA reagiert.

Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verbieten Nordkorea den Bau von Atomwaffen und Raketen. Wegen Verstößen bestehen bereits seit 2006 Sanktionen. Sie wurden gerade erst verschärft.

Die von Nordkorea am Dienstag abgefeuerte Rakete flog über Japan hinweg, bevor sie im Pazifik niederging. US-Präsident Donald Trump schloss daraufhin erneut eine militärische Option nicht aus.