Mönchengladbach: Haftbefehl wegen Mordes nach illegalem Autorennen

Auf dieser Straße in Mönchengladbach ist am Samstag ein 38-jähriger Mann gestorben, als er von einem Auto erfasst wurde. Laut Zeugenaussagen war der Unfallfahrer bei einem Überholmanöver in den Gegenverkehr gerast.

Der Fahrer wurde noch vor Ort festgenommen. Die Polizei in Mönchengladbach geht davon aus, dass der Unfallverursacher und ein weiteres Fahrzeug mit mehr als 90 Stundenkilometer unterwegs waren.

Man gehe von einem illegalen Autorennen aus, sagte der Kommissionsleiter der Polizei Mönchengladbach Ingo Thiel:

„Nach dem jetzigen Stand dürfte es ein mögliches Rennen gewesen sein. Wir ermitteln derzeit noch mit Hochdruck, ob es eine mögliche Absprache gegeben hat. Wir sind immer noch darauf angewiesen das sich mögliche Zeugen bei uns melden.“

Auch der zweite Beteiligte an dem möglichen Rennen sei ermittelt worden, hieß es.

Das Amtsgericht Mönchengladbach hat gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher Haftbefehl wegen Mordes erlassen.

Stefan Lingens von der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach:

„Wer also mit einer solchen Geschwindigkeit, zu einer Tageszeit, wo viel Verkehr auf den Straßen ist, Querverkehr ist, wo Fußgängerfurten sind, wo Einmündungen sind, wo Fußgänger auf der Straße unterwegs sind, wo Gegenverkehr unterwegs ist, dort mit hoher Geschwindigkeit fährt, der nimmt meines Erachtens eine Gefährdung von Personen bis hin zu tödlichen Verletzungen von anderen Verkehrsteilnehmern billigend in Kauf.“

Zuletzt hatte es in Deutschland mehrere schwere Unfälle bei illegalen Autorennen gegeben. Zwei Raser in Berlin wurden von einem Gericht Ende Februar wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.