Mexico: Bekannter Journalist auf offener Straße erschossen

Javier Valdez hatte über den Drogenhandel in Mexiko geschrieben.

Es passierte im Nordwesten von Mexiko, in der Stadt Culiacan, im Bundesstaat Sinaloa.

Dort wurde der für seine Recherchen zum Drogenkrieg bekannte Journalist Javier Valdez auf offener Straße erschossen.

Der 50-Jährige wurde vor dem Büro des Nachrichtenmagazins getötet, für das er arbeitete. Die unbekannten Täter hatten das Feuer auf sein Auto eröffnet.

Valdez schrieb vor allem über den Drogenhandel und das organisierte Verbrechen in der Region. Er schrieb auch mehrere Bücher über das Thema. Sein Tod sei ein Angriff auf den gesamten Journalismus im Land, sagt Jan-Albert Hootsen vom Komitee zum Schutz von Journalisten:

„Der Status und der Ruhm eines Journalisten sind nicht wichtig. Diejenigen, die töten und zerstören wollen, werden es tun. Sie können es und werden dafür nicht bestraft. Das ist nicht nur ein Angriff auf ihn, sondern auch auf RioDoce, das Magazin für das er gearbeitet hat. Es ist ein Angriff auf den Journalismus, auf alle Journalisten in Mexiko.“

Präsident Enrique Pena Nieto ordnete eine Untersuchung des Mordes an. In seinen Texten hatte Valdez, der auch für die Nachrichtenagentur AFP gearbeitet hat, auf die großen Gefahren hingewiesen, die Journalisten in Mexiko ausgesetzt sind.

Seit dem Jahr 2000 sind in dem Land nach Angaben der nationalen Kommission für Menschrechte mehr als 120 Journalisten getötet worden.