Merkel: „Die Würde jedes Menschen ist unantastbar“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat beim traditionellen Empfang der Sternsinger in Berlin einen respektvollen Umgang mit Fremden gefordert.

Es ist zwar eine Art Pflichttermin, aber einer der beschaulicheren Art: Die Bundeskanzlerin empfängt zu Beginn jedes Jahres eine Delegation der Sternsinger. Die Kinder und Jugendlichen aller katholischen Diözesen sammeln bundesweit zu Dreikönig Spenden für Kinder in Not. Die Gelder fließen dieses Mal in Projekte im südamerikanischen Bolivien.

Angela Merkel gesellte sich zeitweise zum Chor und sie dankte den Sternsingern am Dienstag in Berlin für deren Engagement und erklärte, dies sei Ansporn für die vor ihr liegenden Aufgaben.

O-Ton: „Wenn wir an den Krieg in Syrien denken, wenn wir daran denken, dass Menschen auch hingerichtet werden – wir alle sind gegen die Todesstrafe. Und all diese Ereignisse werden uns dieses Jahr begleiten, und trotzdem dürfen wir uns nicht davon treiben lassen, sondern immer wieder uns gegenseitig anspornen, dass man auch etwas zum Guten wenden kann.“

Und die CDU-Chefin nutzte den positiven Anlass für eine positive Forderung und sprach sich für einen respektvollen Umgang mit Fremden aus.

O-Ton: „In unserem Grundgesetz steht, die Würde des Menschen ist unantastbar. Aber das gilt nicht nur für die Deutschen oder nicht nur für die Menschen, die hier in Deutschland leben, sondern das gilt auch für die Menschen, die in Europa leben. Aber auch da endet es nicht, sondern es gilt für alle Menschen, für jeden Menschen, der Gottes Geschöpf ist.“

Diesen Geist vermittelte auch die Vorführung der angereisten Kinder.

Video-Source: Reuters
Fotos: Reuters