Mehrere Tote bei Erdbeben in China

Erschütterungen in relativ dünn besiedelten Gebieten.

Starke Erdbeben in China: Die Zahl der Toten bei einem Erdbeben der Stärke 7,0 in der südwest-chinesischen Provinz Sichuan ist den Behörden zufolge gestiegen. Unter den Toten seien auch mehrere Touristen, meldete eine amtliche Nachrichtenagentur am Mittwoch. Der Provinzregierung zufolge wurden zudem mehr als 100 Menschen verletzt. Viele Touristen seien in einem Naturreservat von einem Erdrutsch eingeschlossen worden. Zur Nationalität der Touristen gab es keinen Angaben. Ausländische Reisende kommen aber selten in das abgelegene und dünn besiedelte Gebiet, in dem die Erde öfter bebt. Im Mai 2008 waren bei einem Beben in Sichuan fast 70.000 Menschen ums Leben gekommen.

Wenige Stunden nach den Erdstößen in Sichuan am Dienstagabend bebte am Mittwochmorgen mehr als 2000 Kilometer entfernt auch die Erde in der nordwest-chinesischen Region Xinjiang. Die Behörden sprachen hier von einer Stärke von 6,6. Das Epizentrum lag demnach rund 100 Kilometer vor der Grenze zu Kasachstan. Berichte über Opfer in der ebenfalls dünn besiedelten Gegend gab es zunächst nicht.