Martin Schulz besucht Start-Ups in Berlin

Der SPD-Kanzlerkandidat sagte, Digitalisierung könne die Verwaltung einfacher machen und Bürokratie reduzieren.

Für Martin Schulz sind es die wohl eher entspannteren Termine in diesen Tagen. Am Mittwochvormittag traf sich der SPD-Kanzlerkandidat in Berlin mit Start-Up-Unternehmern. Gastgeber war Batteriehersteller „Sonnen“, der mit seinen vernetzten Speichern den Energieanbietern den Kampf ansagt. Schulz zeigte sich beeindruckt von der Idee und den Möglichkeiten der Digitalisierung.

MARTIN SCHULZ, KANZLERKANDIDAT DER SPD:

„Manche Mitgliedsländer der Europäischen Union, kleine zum Beispiel, Estland, haben eine komplett durchdigitalisierte Staatsverwaltung. Da tagt das Kabinett durchaus auch schon mal als e-Kabinett. Die e-Gouvernance, also die elektronischen Möglichkeiten zu nutzen, um zu Bürokratie-Abbau durch Verwaltungsvereinfachung zu kommen, ist sicher ein Zukunftsprojekt, selbst im Föderalstaat Deutschland müsste das möglich sein. Das habe ich als eine Ermutigung von hier mitgenommen.“

Für Schulz sind derartige Wahlkampftermine wichtig. Seit seiner Wahl zum Kanzlerkandidaten Ende März läuft nicht alles rund für den Mann aus Würselen. Die anfängliche Euphorie hat sich abgeschwächt, was wohl auch an programmatischen Unklarheiten liegt. Für was die SPD unter Schulz steht, legt die Partei erst auf dem Bundesparteitag Ende Juni fest.

In den Umfragen liegen die Sozialdemokraten derzeit nur noch 28 Prozent, was aber immer noch deutlich mehr als unter Vorgänger Sigmar Gabriel ist. Die Union weitet ihren Vorsprung vor der SPD aus und kommt derzeit auf 36 Prozent.