Manchester-Attentäter hatte möglicherweise Helfer

Der Selbstmordattentäter von Manchester hatte möglicherweise Unterstützung. Medienberichten zufolge sind am Mittwoch weiteren Männer im Zusammenhang mit dem Anschlag festgenommen worden.

Auch die britische Innenministerin Amber Rudd nannte es wahrscheinlich, dass der 22-jährige Salman Abedi nicht alleine gehandelt habe. Zum Schutz von Großveranstaltungen und öffentlichen Plätzen werde auch das Militär eingesetzt, sagte Rudd gegenüber der BBC:

„Was man in der Öffentlichkeit möglicherweise bemerken wird, natürlich abhängig davon, wo man wohnt, ist die gemäß Operation Temperer mögliche Unterstützung der Polizei durch Kräfte des Militärs. Diese Präsenz in bestimmten Gebieten soll für Sicherheit sorgen.“

Rudd zufolge würden 3800 Soldaten eingesetzt, um Polizisten zu entlasten, damit diese Kontrollgänge und Ermittlungen vornehmen können. Der Attentäter sei den Behörden bekannt gewesen, was aber nicht bedeute, dass er habe verhaftet werden sollen.

Mehr als ein Dutzend Schwerverletzte des Attentats vom Montag mit 22 Toten schweben noch immer in Lebensgefahr. Dem Auswärtigen Amt in Berlin liegen nach den Worten eines Sprechers keine Informationen vor, dass Deutsche bei dem Anschlag von Manchester getötet oder verletzt wurden.

In Berlin trug sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in der britischen Botschaft in das Kondolenzbuch ein. Der Anschlag wirft ein Schlaglicht auch auf Sicherheitsvorkehrungen bei anderen Großveranstaltungen in Europa. Allein zum Kirchentag in Berlin und Wittenberg werden bis zum Sonntag bis zu 200.000 Besucher erwartet. Am Samstag findet außerdem in Berlin das DFB-Pokalfinale statt.