Londoner U-Bahn eröffnet Woche in Großbritannien mit Streik

Die britische Metropole erlebt 24 Stunden „Tube“-Ausstand.

Am diesem Montag ist der Stau in London noch mal deutlich heftiger als normalerweise schon: Bei der U-Bahn haben Mitarbeiter eine Woche der Streiks im öffentlichen Verkehr in Großbritannien eingeläutet. Die meisten U-Bahn-Stationen im Zentrum der britischen Hauptstadt blieben geschlossen. Der Ausstand gilt für 24 Stunden. Die meisten der täglich knapp fünf Millionen Passagiere mussten sich um andere Transport-Wege bemühen.

Im Mittelpunkt des Streites steht die Personalausstattung bei dem Verkehrsunternehmen nach der Schließung von Fahrkartenschaltern.

Der Geschäftsführer von Londons Industrie- und Handelskammer, COLIN STANBRIDGE, zeigt sich unzufrieden mit dem Streik:

O-Ton: „Eure Bilder werden um die Welt gehen. Aber wir wollen nicht diese Botschaft derzeit, dass London stillsteht. Dass es schwierig sein könnte für Geschäftsleute oder für Touristen.

Das hat ja Auswirkungen auf das gesamte Land, London ist doch der Motor der Wirtschaft.

Auch erste Anlaufstelle für die meisten Touristen, wohin sie dann auch weiter reisen – also für London geht es um viel, und das ist wirklich ein elender Start in die Woche.“

Kritiker des Streikes, sowohl von den Sozialdemokraten als auch von den Konservativen, sagen, das Vorgehen der Gewerkschaften mache immer mehr den Eindruck einer „koordinierten politischen Aktion.“

Video-Source: Reuters
Fotos: picture alliance